"Quellwasser"

"Die Gesellschaft ist ein Maskenball, bei dem jeder seinen wirklichen Charakter verbirgt und ihn durchs Verbergen bloßlegt."

Ralph Waldo Emerson; 1803 - 1882 (am. Philosoph und Dichter)

Dabei frage ich mich: „Wer zwingt uns „Masken“ zu tragen“? Die Gesellschaft, die unmittelbare Umgebung, die Familie, Freunde, wir selbst? Wer sind wir? Wie dick sind die Mauern die wir um uns gezogen haben? Offenheit hat sicherlich zur Folge, dass wir uns verletzlich zeigen, doch fängt es ab diesem Punkt nicht an essentiell zu werden? Alles andere ist wie der Prolog in einem Buch: „Vorgeschwätz“, noch nicht der eigentliche Roman.

„Image“ im Sinne von „Ansehen“, „Profil“ lässt, in meiner persönlichen Interpretation, nicht genug Tiefgründigkeit und Sensibilität zu, weil es die Hülle um den eigentlichen Kern ist. Es gibt somit etwas vor, was sich an Gesellschaft, persönliches Umfeld und Situation anpasst um konform mit der Masse zu sein und uns davon abhalten kann, uns selbst zu sein. Es hält meines Erachtens Potential zurück.

„Image“ wird, in meinen Augen, als ein sehr modischer Begriff aufgefasst, etwas das sich die Menschen „überstülpen“ wie ein Kleidungsstück. Als einen Gegenpol zum Begriff „Image“(wie ich ihn auffasse) assoziiere ich, Natürlichkeit, Zwanglosigkeit und persönliche Freiheit.

Empfindsamkeit scheint selten geworden zu sein oder besser gesagt: der Mut sie nach außen zu tragen. Doch erweist sie sich als fantastisch.

Geschrieben: Jana Buchholz| Auszug aus meiner Abschlussarbeit zum Thema "Image"| 2003


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